Eigenverbrauch ist der Schlüssel
Jede selbst verbrauchte kWh spart ca. 30 ct. Die Einspeisevergütung liegt bei 7,78 ct/kWh. Wer viel selbst verbraucht, rechnet deutlich schneller.
Jede selbst verbrauchte kWh spart ca. 30 ct. Die Einspeisevergütung liegt bei 7,78 ct/kWh. Wer viel selbst verbraucht, rechnet deutlich schneller.
SW/SO-Dächer verlieren nur 5–10 %, West/Ost ca. 20 %. Auch suboptimale Dächer lohnen sich.
Ein geleakter Arbeitsentwurf des BMWE sieht vor, die fixe Einspeisevergütung für Neuanlagen bis 25 kWp ab 2027 abzuschaffen. Noch ist nichts beschlossen – aber wer bis Ende 2026 in Betrieb geht, sichert sich in jedem Fall 20 Jahre garantierte Vergütung nach aktuellem Recht.
Die Einspeisevergütung ist seit Jahren rückläufig – aber immer noch ein kalkulierbarer Faktor. Für neue Anlagen, die ab dem 1. Februar 2026 in Betrieb gehen, gelten folgende Sätze:
| Anlagengröße | Einspeisung | Vergütung (ct/kWh) |
|---|---|---|
| bis 10 kWp | Teileinspeisung (Überschuss) | 7,78 |
| bis 10 kWp | Volleinspeisung | 12,34 |
| 10–40 kWp (Anteil > 10 kWp) | Teileinspeisung | 6,73 |
| 40–100 kWp (Anteil > 40 kWp) | Teileinspeisung | 5,56 |
Ab dem 1. August 2026 sinken die Sätze um weitere 1 % (halbjährliche Degression). Wer vor August 2026 ans Netz geht, sichert sich die aktuellen Sätze für 20 Jahre.
Die Einspeisevergütung ist niedrig – doch das ist nur die halbe Wahrheit. Entscheidend ist die Differenz zwischen dem, was Sie für selbst verbrauchten Solarstrom sparen, und dem, was Sie für Netzstrom zahlen würden. Der bundesweite Durchschnittsstrompreis für Bestandskunden lag im Januar 2026 bei 37,2 ct/kWh (BDEW). Für Wirtschaftlichkeitsberechnungen verwenden wir einen konservativen Wert von 30 ct/kWh.
Das bedeutet: Jede Kilowattstunde, die Sie selbst verbrauchen, spart Ihnen rund 30 Cent. Jede Kilowattstunde, die Sie einspeisen, bringt Ihnen 7,78 Cent. Die Differenz von über 22 Cent ist das zentrale Argument für Eigenverbrauch – und damit für einen gut dimensionierten Speicher.
Seit dem 25. Februar 2025 gilt das Solarspitzengesetz: Anlagen ab 7 kWp müssen mit einem Smart Meter und einer Steuerbox ausgestattet werden, die eine ferngesteuerte Leistungsreduzierung ermöglichen. Bis zur Installation dieser Technik greift eine Übergangsdrosselung auf 60 % der Nennleistung. In der Praxis ist der dadurch entstehende Ertragsverlust gering – Leistungsspitzen treten vor allem bei optimalen Einstrahlungsbedingungen auf, also genau dann, wenn ohnehin wenig Eigenverbrauch stattfindet. Die Kosten für Smart Meter und Steuerbox sind in einem professionell geplanten Angebot bereits enthalten. Als Elektrofachbetrieb übernehmen wir die Koordination mit dem Messstellenbetreiber und stellen die VDE-konforme Installation sicher.
Keine Vergütung bei negativen Börsenstrompreisen: Ebenfalls durch das Solarspitzengesetz geregelt: Betreiber neuer PV-Anlagen erhalten keine Einspeisevergütung mehr für Zeiträume, in denen der Börsenstrompreis negativ ist. Im Jahr 2024 gab es 457 Stunden mit negativen Strompreisen (Quelle: Bundesnetzagentur). Das betrifft vor allem besonders sonnige und windreiche Tage – also genau die Stunden, in denen das Netz ohnehin überlastet ist. Wichtig: Die nicht vergüteten Zeiträume werden an das Ende der 20-jährigen Förderdauer angehängt – langfristig geht Ihnen keine Vergütung verloren. Der tatsächliche Erlösrückgang liegt je nach Anlagengröße und Einspeiseprofil bei schätzungsweise 10–15 % der Jahreseinspeiseerlöse. Wer einen Batteriespeicher betreibt und überschüssigen Strom in diesen Phasen zwischenspeichert statt einzuspeisen, kann den Effekt deutlich minimieren.
Die gute Nachricht: PV-Anlagen waren nie günstiger. 2006 kosteten Solarmodule noch rund 6.000 €/kWp. Heute liegt der Marktdurchschnitt bei ca. 1.015 €/kWp – ein Rückgang von über 83 % in 20 Jahren. Für unsere Berechnungen verwenden wir 1.200 €/kWp als soliden Planungsansatz inkl. Montage.
| Anlagengröße | Typischer Gesamtpreis | Preis pro kWp |
|---|---|---|
| 4–6 kWp | 5.700–9.800 € | 1.000–1.800 €/kWp |
| 8–10 kWp | 9.000–15.000 € | 1.000–1.500 €/kWp |
| 10–20 kWp (Gewerbe) | 12.000–22.000 € | 1.000–1.200 €/kWp |
| Ab 100 kWp (Großanlage) | 95.000–130.000 € | 950–1.300 €/kWp |
Wichtig: Seit 2023 gilt für Anlagen bis 30 kWp ein Mehrwertsteuersatz von 0 %. Das Angebot, das Sie erhalten, ist also bereits der Endpreis – keine zusätzliche MwSt.
Speicher sind in den letzten Jahren erheblich günstiger geworden. Der Marktdurchschnitt liegt 2026 bei 325–500 €/kWh installierter Kapazität – deutlich günstiger als noch vor zwei Jahren. Als Planungsansatz verwenden wir 450 €/kWh.
Die Faustregel: 1 kWh Speicher pro 1.000 kWh Jahresverbrauch ist ein guter Ausgangspunkt. Ein 4-Personen-Haushalt mit 4.500 kWh Jahresverbrauch braucht also rund 4–5 kWh. Für maximale Autarkie empfehlen sich 8–10 kWh.
Metzingen liegt im Landkreis Reutlingen am Rand der Schwäbischen Alb, auf etwa 350–400 m Höhe. Das ist ein günstiger Standort: Die Globalstrahlung in Süddeutschland liegt bei 1.100–1.170 kWh/m²/a – mehr als in Nord- oder Mitteldeutschland. Laut PVGIS-Daten der EU ist für Metzingen bei Südausrichtung und 30–35° Neigung ein spezifischer Jahresertrag von 1.050–1.150 kWh/kWp realistisch. Als konservativen Planungsansatz verwenden wir 1.070 kWh/kWp. Zum Vergleich: Norddeutschland liegt bei 900–940 kWh/kWp.
Das Süddach mit 30–35° Neigung ist das Optimum – aber keine Pflicht. Die folgende Tabelle zeigt, wie viel Ertrag je nach Ausrichtung und Dachneigung realistisch ist (Basis: 1.070 kWh/kWp für Süd/30°):
| Neigung | Süd | SW / SO | West / Ost | Nord |
|---|---|---|---|---|
| 0° (Flachdach) | 87 % | 87 % | 87 % | 87 % |
| 15° | 95 % | 92 % | 85 % | 72 % |
| 30° | 100 % | 95 % | 83 % | 64 % |
| 35° | 100 % | 94 % | 82 % | 61 % |
| 45° | 97 % | 92 % | 79 % | 55 % |
| 60° | 90 % | 85 % | 73 % | 47 % |
| 90° (Fassade) | 74 % | 69 % | 63 % | 37 % |
Kernbotschaft: Auch SW/SO-Dächer verlieren nur 5–10 % gegenüber der Südausrichtung. West/Ost-Dächer verlieren etwa 17–20 %, bieten aber einen Vorteil: Die Produktion verteilt sich gleichmäßiger über den Tag (morgens Ost, abends West), was den Eigenverbrauch erhöhen kann. Selbst ein Westdach mit 45° Neigung liefert noch 79 % des optimalen Ertrags. Nur Norddächer mit steiler Neigung sind in der Regel unwirtschaftlich.
Geben Sie die Eckdaten Ihres Dachs ein – der Rechner schätzt auf Basis realer Messdaten für Metzingen, wie viel eine Anlage auf Ihrem Dach bringen könnte. Sie erhalten sechs Kennzahlen: geschätzter Jahresertrag, selbst verbrauchter Strom, Einspeisung ins Netz, Eigenverbrauchsquote, Autarkiequote und CO₂-Einsparung. Alle Berechnungen basieren auf dem PVGIS-Referenzwert für Metzingen/BW (1.070 kWh/kWp bei Südausrichtung, 30°) und dem HTW-Berlin-Näherungsverfahren für Eigenverbrauchsquoten.
Schätzung auf Basis PVGIS-Daten Metzingen/BW und HTW-Berlin-Näherungsverfahren. Individuelle Verschattung, Modulausrichtung und Anlagenqualität können die Ergebnisse beeinflussen. Für eine präzise Wirtschaftlichkeitsanalyse empfehlen wir eine kostenlose Vor-Ort-Beratung.
Die folgenden Beispiele sind vollständig durchgerechnet – auf Basis realer 2026-Daten für den Standort Metzingen (PVGIS-Referenzertrag 1.070 kWh/kWp, Performance Ratio 14 % Systemverluste, Strompreis 30 ct/kWh, Einspeisevergütung 7,78 ct/kWh). Alle Zahlen sind konservativ angesetzt; Schwankungen durch individuelle Verschattung oder Verbrauchsprofile sind möglich.
Der einfachste Hebel: zeitlich steuerbare Geräte in die Mittagsstunden legen, wenn die PV-Anlage am meisten produziert. Waschmaschine, Geschirrspüler und Trockner lassen sich mit einer Zeitschaltuhr oder per App steuern. Warmwasserbereitung über einen Heizstab (Power-to-Heat) kann überschüssigen PV-Strom sinnvoll nutzen – besonders in Kombination mit einem Pufferspeicher.
Der wirtschaftliche Sweet Spot liegt laut Studien der HTW Berlin bei einer Autarkiequote von 65–75 %. Die letzten Prozentpunkte bis 90 % sind überproportional teuer: Ein 15-kWh-Speicher bringt nicht doppelt so viel Autarkie wie ein 8-kWh-Speicher. Faustregel: 1 kWh Speicher pro 1.000 kWh Jahresverbrauch. Ein 4-Personen-Haushalt kommt mit 4–6 kWh Speicher auf rund 65–70 % Autarkie.
Ein Elektroauto, das tagsüber geladen wird, kann die Eigenverbrauchsquote um 15–25 Prozentpunkte erhöhen. Besonders effektiv: PV-Überschussladen – die Wallbox wird automatisch gesteuert, sodass das Auto nur dann lädt, wenn genug Solarstrom produziert wird. Eine Wärmepumpe mit hydraulischem Abgleich und PV-Überschuss-Steuerung kombiniert PV und Heizung zu einem effizienten Gesamtsystem. Als Elektrotechnik-Fachbetrieb planen und installieren wir PV, Speicher, Wallbox und Wärmepumpen-Anbindung aus einer Hand.
Die KfW fördert PV-Anlagen über das Programm 270 (Erneuerbare Energien – Standard) mit zinsgünstigen Krediten. Der effektive Zinssatz liegt je nach Laufzeit und Bonität aktuell unter dem Marktdurchschnitt – besonders interessant für größere Anlagen ab 15 kWp. In Baden-Württemberg bietet die L-Bank über den Klimaschutz-Kredit ebenfalls Finanzierungsmöglichkeiten. Kommunale Programme des Landkreises Reutlingen sollten gezielt geprüft werden – die Konditionen ändern sich regelmäßig.
Seit dem 1. Januar 2023 sind Einnahmen aus PV-Anlagen bis 30 kWp vollständig einkommensteuerfrei – es ist keine Steuererklärung für die Anlage notwendig. Die Anlage selbst ist mit 0 % Mehrwertsteuer belegt (gilt für Anlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden). Wichtig: Die PV-Anlage sollte in die Hausrat- oder Gebäudeversicherung aufgenommen werden – die meisten Versicherer decken das gegen einen geringen Aufpreis ab.
Ja – wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Die fünf stärksten Argumente für 2026:
Wer die obigen Punkte ausschließen kann, der handelt 2026 nicht aus Idealismus – sondern weil es schlicht wirtschaftlich sinnvoll ist. Sprechen Sie uns an: Wir prüfen Ihr Dach, analysieren die Verschattung und erstellen Ihnen eine belastbare Wirtschaftlichkeitsrechnung – kostenlos und ohne Verpflichtung.
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